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Zu mir kommen

Einfache Körperübung, große Wirkung

Meine Grenzen...
Grenzen sind ein großes Thema, egal, ob man trauert, ob man jemanden in schwerer Zeit begleitet, ob man sich verausgabt hat, wütend ist oder einfach nur ein bisschen mehr bei sich ankommen möchte.
"Nur wo Grenzen sind, ist Kontakt möglich", sagt Norbert Faller, mein Lehrer. Ist das nicht klug?

Es gibt eine Übung, die ich vor jeder Einzelbegleitungsstunde mache. Und auch dann, wenn ich mich wieder einmal verloren habe, irgendwo. Mit dieser einfachen Bewegung hole ich mich ganz schnell dorthin zurück, wo ich am liebsten bin: zu mir, in meinen Körper.

Körper streichen

Die Übung ist im Grunde sehr simpel, wichtig ist nur, dass man die Berührung mit der Aufmerksamkeit begleitet. Wir, die Atempädagogen, nennen das "Sammlung". Es heißt so viel wie: Sei anwesend in dem, was du tust. Gar nicht schwer. Und ...gar nicht so leicht, immer. Gerade richtig, so dass das Üben immer spannend bleibt.

Setze dich aufrecht hin, die Füße stehen gut am Boden, die Hände ruhen auf den Oberschenkeln. Nimm dir bewusst Zeit für ein, zwei Atemzüge.
Lege dann die linke Hand auf die rechte.

Die linke Hand streicht nun den Arm hinauf, über den Unterarm, Ellenbogen, Oberarm, über die Schulter, das Schlüsselbein (schön satt und zärtlich, mit gutem Kontakt), dann fährt die äußere Handkante über das Brustbein (zwischen den Brüsten) hinunter und bleibt zwei bis drei Atemzüge lang auf dem Oberbauch liegen.

Was hat sich durch diese einfache Streichung getan? Ist Ruhe eingekehrt, schon jetzt? Wie fühlst du deinen rechten Arm? Sind die Grenzen spürbar, die Konturen, die Haut?

Mach die selbe Bewegung noch drei Mal.
(Wenn du es eilig hast, reicht auch einmal).
Dann das selbe links. Viermal, oder auch nur einmal, je nachdem.

Dazwischen: Atmen, sammeln, spüren.

Nun lege die Handballen auf die Stirn. Streiche mit den Händen sanft und innig über Stirn, Augen, Wangen. Nütze die Gelegenheit, um das Unterkiefer ein bisschen zu lösen. Streiche weiter, mit den Fingerkuppen über den Hals, satt über die obere Brust, beide Handkanten streichen über das Brustbein nach unten und die Hände bleiben am Oberbauch liegen.

Was entsteht? Wie fließt dein Atem jetzt? Spürst du dein Gesicht? Wie fühlen sich deine Hände an?

Wiederhole auch diesen Teil drei bis vier Mal.

Beim letzten Teil streichen wir, immer noch gesammelt, mit den Händen nach hinten zum Rücken. So weit hoch, wie es ohne Mühe geht. Dann hinunter zu den Beinen, an der Außenseite entlang (Hüfte, Oberschenkel, Unterschenkel), bis zu den Zehen (oder so weit, wie es ohne Mühe geht). An der Innenseite wieder hoch, dabei auch die Leisten satt und freundlich ausstreichen. Noch einmal über die Flanke zum Rücken streichen und die Übung am Oberbauch beenden.

Auch dieser Teil kann noch drei Mal wiederholt werden.

Bleib einen Moment sitzen und spüre noch einmal nach. Wie stehen die Füße jetzt am Boden. Wie nimmst du deine Körperwände wahr? Bist du bei dir angekommen? Wie fließt dein Atem jetzt?

Zum Abschluss mache die ganze Übung als Abfolge:
rechten Arm streichen
linken Arm streichen,
Gesicht streichen,
Rücken und Beine streichen.

Achte darauf, dass du nirgends die Luft anhältst :-)
(Wir sagen so: "Der Atem fließt im eigenen Maß")

Viel Freude!

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vier minus drei

Cover vier minus drei

„Vier minus drei
SPIEGEL-Bestseller und
Jahresbestseller 2010 (Platz 2).
Meine literarische Liebeserklärung an das Leben vor und nach dem Tod.

Beschreibung

Leseprobe

Reaktionen

Die Menschen aus „vier minus drei“

 

Praktisches

Brauchbares aus meinen Werkstätten

Coaching, Körper, Trauerarbeit.
Meine Lieblingsübungen zum Ausprobieren. Texte zum Weitergeben. Gedankenspiele, Gedankenbilder, und viele 5-Minuten-Tricks für Leichtigkeit, Erdung, Gelassenheit und Klärung.

Ausprobieren erlaubt, Weiterempfehlen erwünscht!

 

Der heiße Tipp

An dieser Stelle bewerbe ich wertvolle Fremdveranstaltungen, für die ich die Hand ins Feuer lege.

LAVIA - Trauerbegleitung für Kinder und Jugendliche

Danke! Danke!! ... Danke!!!
Das ist das erste, was mir einfällt, wenn ich an Mechthild Schröter-Rupieper und ihre Arbeit denke. Sie betreut trauernde Kinder und Jugendliche im gesamten Ruhrgebiet, ist immer da, wenn man sie braucht, schenkt Lebensfreude und praktischen Rat in Lebenslagen, bei denen man normalerweise nur noch schweigen kann.

LAVIA - so heißt der Förderverein, der die wunderbare Arbeit möglich macht. Man kann Mitglied werden, man kann spenden - im Wissen, dass man eine wichtige, große, großartige Sache unterstützt.

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Teilnehmerstimmen

Liebe Barbara, das Schreibseminar war ein wundervolles Eintauchen in eine Oase der Kreativität, ein kurzweiliges verlängertes Wochenende im schönen Ambiente des Schloß Retzhof. Die liebevollen Kreativ-Impulse halfen mir, ungeahnte Saiten zum Klingen zu bringen und so wünsche ich mir, dass ich daran im Alltag immer wieder andocken kann.

U.L., "Sonnenseiten, Glücksmomente und Honigtropfen auf Papier"

 
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